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Auf dieser Seite will ich in lockerer Folge beschreiben, welche Aktivitäten gerade laufen und welche Zwischenergebnisse und Probleme sich ergeben haben.
1. Schweiz:
- Ich warte noch auf einige Antworten, die die großen Stämme vervollständigen können. - Nachforschungen in USA bei den Auswanderern aus Birr/Lupfig. Dabei versuche ich auf der
Spur von zwei Heinrich zu bleiben. Bei dem einen, der 1827 geboren ist, steht bei, daß er als Junggeselle nach Amerika ausgewandert ist. Den Ort konnte ich inzwischen auch entziffern als Kankakee
City. Dies gibt es in Illinois. Und wen fand ich dort in den Census-Listen von 1860: Henry Seibergen aus Switzerland, 32 Jahre alt. Das muß er sein. Er steht dort mit Ehefrau Barbara und drei
Kindern. Inzwischen bin ich dem Heiratseintrag auf der Spur, dort wird er als Henry Seeberger verhei- ratet mit Barbara Ulrich aus Preußen beschrieben. Der andere Heinrich wanderte nach Texas
aus. Leider gibt es ein Problem, denn der Name der Frau und von zwei der 3 Kinder ist zwischen Auswanderung und Ankunft in Texas anders. Was ist hier passiert?
- Nachforschungen in Australien bei Auswanderern aus Malters/ Luzern
2. Österreich:
- Derzeit versuche ich die Auswanderer nach Elsaß-Lothringen, Saarland und USA zu erforschen. Ergebnis siehe Neue Funde - die Verbindung der nach Frankreich
ausgewanderten Familie mit der Tiroler Sippe wird weiter gesucht.Wie schon geschrieben, ist mir das bei meinem letzten Besuch in Augsburg im Januar 2000 leider noch nicht gelungen. - Die Daten der
Seeberger im Raum Zams /Tirol habe ich ausgewertet. Dies war etwas schwierig, weil hierfür die Kirchenbücher von Zams, Saurs, Grins, Schönwies und Landeck ausgewertet werden mußten. Grund war, daß einzelne
Pfarreien mehrfach in der Zugehörigkeit zwischen 1500 und 1800 gewechselt haben..
3. Böhmische Linie:
- Zusammenstellung der Seeberger im sogenannten Stiftsland im Bereich Waldsassen- Tirschenreuth. Eine Sisyphusarbeit, die noch Monate dauern wird.Wie schwierig
das ist, möchte ich am ältesten Dokument einmal zeigen:
Aus dem Stadtarchiv in Eger
(Cheb) eine Urkunde vom 1.10.1475. Sie beginnt mit den Worten: Ich Ulrich Seberg... und betrifft ein Testament, welches er durch den Bürgermeister zu Eger erstellen ließ.

Nur durch wochenlange Vergleiche mit anderen Dokumenten aus dieser Zeit, konnte ich überhaupt etwas entziffern. Noch kann ich nicht alles lesen, aber einige wesentliche Teile, wie z.B. die nachstehende, wo es um das Hauß
hint der schul geht. Dieses Haus spielt auch in anderen Testamenten aus den Jahren bis ca. 1600 eine Rolle, sodaß
man schließen kann, daß es sich hier um die gleiche Familie handelt, von der bisher nur der Matthes in Großklenau als der älteste bekannte Vorfahr existierte. Jetzt kann ich den Weg des Matthes zurück über Poppenreuth,
Mährig nach Eger und dort seine Vorfahren bis Ulrich darstellen.
- Verfolgung eines Einzelfundes in Pscheheischen / Böhmen, ausgewandert nach USA - Auswertung des Nachlasses der Carl Seeberger in Darmstadt. Versuch, etwas über sein Leben
und seine Werke herauszufinden. Dabei habe ich das Stadtarchiv Darmstadt, das Hessische Landesarchiv, das Hessische Landesmuseum, das Kunstarchiv Darmstadt und das Darmstädter
Echo eingeschaltet, jedoch mit mäßigem Erfolg. - Der Versuch, mehr über die Banater Linie herauszufinden, ist ins Stocken geraten, da der
Ansprechpartner wohl für einige Zeit im Banat persönlich forscht. Vielleicht geht es im Frühjahr weiter.
4. Ostpreussen:
- neuer Fund. Aus dem Briefwechsel des Carl Seeberger mit einem Herbert Seeberger in Paris
1964 gab es einen Hinweis auf die Geburt in Bischofsburg/OPR um 1940. Die ev. Kirchen- bücher habe ich bekommen, aber eine andere Familie gefunden! Woher kommen diese?
Den Herbert habe ich in Frankreich noch nicht gefunden. Er scheint wohl kath. zu sein und da gibt es keine Kirchenbücher aus dieser Zeit. Zivilurkunden gäbe es zwar, aber die sind sehr
teuer. Also auf den nächsten Zufall warten! - In Bischofsburg soll ein Herbert um 1940 zusammen mit Geschwistern geboren sein. In den ev.
Kirchenbüchern fand ich aber nur eine Irmtraud, aber mit einem ganz anderen Vater. Pech. Nun könnte die Familie auch katholisch sein, aber dort sind die Kirchenbücher verschwunden und
Standesamtskopien unverhältnismäßig teuer. Der Herbert selbst ist in Frankreich, wo er 1964 wohnte (inzwischen franz. Staatsbürger) nicht auffindbar. Wer weiß etwas über diese Familien?
5. Westpreussen:
- Einzelfund aus Danzig, ausgewandert in die USA. Bei der Vielzahl von Kirchen und Gemeinden in Danzig ist die Suche hier sehr zeitaufwendig.
6. Hannover:
- Aus einem Einzelfund in Hameln wurden viele Mosaiksteine, die auf den Großraum Hannover hinweisen mit Orten wie Dassel, Eimsen, Alfeld u.a. Einige Kirchenbücher habe ich ausgewertet,
aber es gibt teilweise nur Fragmente. Noch passen die verschiedenen Familien nicht zusam- men.Eine Familie wanderte nach USA aus und wird dort weiter verfolgt.
Der einzige in Alfeld wohnhafte Seeberger kommt aber aus Ostpreussen.Pech gehabt.
7. Pfalz:
- Bei den Mormonen fand ich einen Hinweis auf Billigheim, wo eine Catharina 1793 geheiratet hat.Ich fand heraus, daß dieser Ort in der Nähe von Bad Bergzabern befindet. Die Auswertung
der Filme ergab, daß hier ein Jacob, Sohn des Georg (Zimmermann) aus Bobstadt hingewandert ist, den ich in meiner Datei bereits hatte. Da er nur Töchter hatte, war die Linie hier zu Ende.
- Im Genealogieforum kam eine Frage nach kath. Seebergern aus Reipoltskirchen, die in die USA ausgewandert sind. Im Moment warte ich auf die Filme, es ist zu erwarten, daß es eine
Verbindung zur Pfälzer Sippe gibt. Dies hat sich bestätigt. Den ersten Film habe ich inzwischen erhalten, er umfasst die Trauungen
und Sterbedaten. Leider ohne ein Register, also lesen von vorne bis hinten. Gefunden habe ich drei Generationen und den Hinweis, daß der älteste Seeberger so um 1720 aus Imsbach gekommen sei.
Also Anruf bei Karl Seeberger in Winnweiler (nur wenige Kilometer von Imsbach entfernt) und der hatte diese Familie inzwischen ausgewertet und konnte mir bestätigen, daß ein Martin gegen
1700 aus der Gegend um Zams kam.Deswegen mußte ich meine Innsbrucker Forschungen vom letzten Jahr endlich einmal auswerten und fand dann auch die Verbindung bis zurück um 1600.
Alice E. Wolf Simpson wird sich freuen, wie schnell durch eine Anfrage an der richtigen Stelle manchmal geholfen werden kann.
8. USA:
- Derzeit bin ich dem Erfinder der Rolltreppe Charles Seeberger auf der Spur. Seinen Geburtsort Oskaloosa /Iowa und seine Eltern habe ich gefunden, auch seinen Sterbeort.
Dazwischen war er viel gewandert. Diese Forschung ist ziemlich turbulent. Vor einem Jahr schrieb ich an die Firma OTIS in USA. Eine Woche später rief mich eine Mitarbeiterin der
Berliner Zweigstelle an. Leider konnte sie mir nicht helfen, verwies mich wieder nach USA, aber leider mit einer falschen E-Mail Adresse. Im November versuchte ich es noch einmal bei der
ersten Adresse und hatte Erfolg. Aus dem OTIS-Archiv meldete sich Michele Aldrich und machte mich auf einen Zeitungsartikel in einer deutschen Zeitschrift Kultur und Technik
aufmerksam. Aber diese Zeitschrift gibt es nicht mehr. Ein Anruf bei einer Bekannten im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger brachte nichts, nur Verweis auf eine Firma in Wiesbaden.
Dort war man sehr behilflich und fand heraus, daß diese Zeitschrift früher durch das Deutsche Museum in München herausgegeben wurde. Letzte Woche bekam ich eine Kopie des Artikels.
Dort wird behauptet, daß Charles die Rolltreppe gar nicht erfunden habe. Die erste Rolltreppe hat 1859 Nathan Ames erfunden. Er war aber seiner Zeit soweit voraus, daß seine Erfindung nie
realisiert wurde. Jesse W. Reno erfand 1892 einen weiteren Typ. Nur wenige Monate später bekam Georg A Wheeler ein Patent für einen Typ mit beweglichen Stufen. Charles Seeberger
war zwar selbst Erfinder, hat aber dieses Patent nur von Wheeler gekauft und in die Firma OTIS eingebracht, wo er dann bis ca. 1915 Teilhaber war. Seine eigenen Versuche waren nämlich
erfolglos geblieben, aber er war sehr geschäftstüchtig! Nun war Michele sehr fleißig. Eine Woche später berichtete sie mir von einem Besuch in einem
New Yorker Archiv, wo sie einen Nachruf zum Tod von Charles 1931 gefunden hat. Da waren dann Daten über Geburtsort (Oskaloosa/Iowa) und Geschwister und Kinder dabei.
Einen Bruder Louis A. habe ich in meinen Daten über die Volkszählung 1900 in Chikago entdeckt, mit Frau und Tochter! Zwei Wochen später bekam ich wieder eine Mitteilung von
einem Besuch Micheles in einem Archiv in Washington. Dort stand mehr über die Eltern und Kinder, sowie das genaue Geburtsdatum. Problem ist, daß hier andere Kinder aufgeführt sind,
als später! Hat er zweimal geheiratet? Ein Problem gelöst, zwei weitere bekommen. Jetzt habe ich die Kirchenbücher von seiner Geburt und einer Volkszählung kurz danach angefordert.
Seinen Vater Anthony habe ich jetzt auch in den Census Unterlagen aus 1900 in Chikago entdeckt, zusammen mit Frau und Tochter.
Und hier steht das Geburtsdatum mit Mai 1830 und Deutschland drin. Leider habe ich zur Zeit keinen Anton gefunden, der auf Anhieb passt.
Aber da gibt es noch zwei Dokumente über Gerichtsverfahren beim Supreme Court der USA, die ein Anthony F. Seeberger in Chikago 1894 geführt hat. Ich nehme mal an, daß dies der Vater
von Charles ist, auch, wenn er bei der Volkszählung Anthony C geschrieben wurde. Aber einen anderen gab es 1900 nicht.
Ich schreibe das, damit jeder einmal sehen kann, wie lange es in einer eigentlich einfachen Sache dauert, hier Erfolge zu haben und was sich so alles ergibt. Aber es geht. Man darf nur nicht aufgeben!
- In Paterson /New York soll ein Gottlieb 1887 geboren sein. Gefunden habe ich einen Gottfried nebst 3 Geschwistern und einen möglichen Vater. Komischerweise aber nur die Konfirmationen
und nicht die Geburten. Eine Nachfrage ergab, daß der Vorname in den Dokumenten unter- schiedlich auftaucht. Also der ist es schon einmal. Herkunft soll Schleswig-Holstein sein, wo ich
bisher noch keine Seeberger habe. - Chikago ist eine wahre Fundgrube an Seebergern. In der Census-Liste von 1900 habe ich etwa
30 Familien gefunden in allen Variationen. Irgendwann muß ich da ran und weiter forschen, im Moment habe ich es erst einmal hinten an gestellt.
9. Internetaktivitäten:
Von Zeit zu Zeit schreibe ich einfach einmal verschiedene Seeberger an, deren email-Adresse mir über das Internet bekannt wurde. Die Reaktionen sind eigentlich zufriedenstellend, auch, wenn es immer mal
wieder jemand gibt, der überhaupt nicht antwortet. Einen besonders krassen und frustrierenden Fall habe ich vor zwei Jahren erlebt, als ich in einem Hotel in Hawaii erfuhr, daß dort
ein Seeberger mit Familie aus USA abgestiegen war. Ich wußte sogar aus dem Gedächtnis, zu welchem Stamm er gehören müßte und so ließ ich ihm eine Nachricht zukommen und bat ihn um
einen Kontakt. Er hat nie geantwortet, auch nicht, als ich ihn vor Monaten (irrtümlicherweise) unter seiner email-Adresse noch einmal anschrieb. Nun gut, Höflichkeit ist nicht jedermanns Sache. Ich respektiere,
wenn jemand kein Interesse hat und belästige diese auch nicht weiter, aber so sollte es nun auch nicht sein. Peinlich ist auch, wenn jemand voller Begeisterung antwortet und ich dann feststelle, daß
ich vor Jahren seinen Sohn oder Bruder schon einmal angeschrieben habe. Schade um die verlorene Zeit. Zum Glück überwiegen die positiven Beispiele. Im Moment laufen hier weit über 70 Kontakte allein über
email-Adressen. Deswegen habt bitte Verständnis, daß ich nicht immer sofort antworten kann, es ist manchmal sehr viel Arbeit (dieses Hobby).
10. Sonstiges:
Stapel von Forschungsergebnissen liegen noch vor mir und müssen in den Computer eingegeben und ausgewertet werden. Dies sind insbesonders:
- Der Bereich Franken von Bamberg über Höchstadt/Aisch bis nach Erlangen. Dort habe ich viele Daten aus mehreren Pfarreien, die ich noch zusammenstellen muß. - Das Stiftsland, wie oben schon beschrieben
- Viele Einzelfunde aus den USA
11. Geplante Vorhaben:
- Natürlich Aufarbeitung der offenen Unterlagen - Forschungen im Aargau, um die offenen Fragen durch Forschung in den um Birr/Lupfig liegenden Gemeinden wie Brugg, Windisch u.a. schließen zu können. (vermutlich Mai)
- Forschung im Gebietsarchiv Pilsen und Stadarchiv Cheb, um die Bereiche Eger, Pscheheischen und Plana abdecken zu können. Immerhin gehen die dort aufbewahrten Kirchenbücher zurück
bis ca. 1560! (geplant für Mai/Juni) - Forschung im Bereich Hannover, um die Herkunft des dort festgestellten Stammes klären zu können (vermutlich September)
Mal sehen, was daraus alles wird.
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